Castro Urdiales – Portugalete

Acht Stunden im Dauerregen (gut 28 km) mit über 1000 Höhenmetern haben Gaylord heute den Zahn gezogen. Nach einer ätzenden Nacht, in der es nicht abkühlte, und die Luftfeuchtigkeit mehr und mehr zunahm, marschierte ich früh gegen 7 Uhr los.

Nach ein paar Metern setzt feinster Nieselregen ein, der anfangs auch angenehm wirkt. Ich verlaufe mich das erste Mal bei der Suche nach einem küstennahen Weg, das lache ich noch weg. Der Regen wird stärker, die ersten Anstiege gehen schon gut in die Beine.

Etwas später ist alles durchnässt, was der Regen nicht von außen schafft, erledigt der Schweiß von innen. Mir dämmert, dass ich für einen Erholungstag eine ungünstige Etappe gewählt habe, da gibt es nämlich auf den ersten 18 km schlicht keine Unterkunft. Auch später wird es schwierig, Schweinchen Schlau hat bei seinen Planungen die Sommerferien der Franzosen und Spanier in dieser Grenzregion schlicht unterschätzt. Außerdem beginnt Freitag die Fiesta in Pamplona, und da herrscht im Umkreis auch ein erhöhter Unterkunftsbedarf. Augenblicklich zahle ich für die mieseste Bumsbude locker 80-90 Euro, oder ich wähle ein Hostel mit 8 Betten im Zimmer und schlafe gar nicht.

Jetzt bin ich müde und muss ersteinmal überlegen, wie ich dieses Problem löse. Ein Ruhetag muss her, zumal es heute morgen beim Rucksack zusammenpacken ein erstes böses Reißen im Rücken gab – glücklicherweise konnte ich das wegatmen…

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