Auf den Herzogsstand

Der Hund oder ich: wer unruhiger geschlafen hat, wird eines der vielen Rätsel der Menschheitsgeschichte bleiben. Er will immer ins Bett, seine Unruhe steckt mich an, und beide sind wir von den vielen Fliegen genervt. Irgendwann ist die Nacht vorüber und wir setzen uns auf die Terrasse mit Blick in den Garten um zu frühstücken.

Wow, so sollte jeder Tag beginnen…das Frühstück ist reichhaltig und hochwertig, so das ich selbst als schlechter Morgenesser zulange. Uro findet das Frühstück auch gut, also machen wir uns gemeinsam gestärkt auf den Weg. Ab mittags soll es laut Vorhersage eventuell regnen, da wollen wir gern wieder im Stall sein. (Es wird nicht regnen und ich werde einen gesegneten Sonnenbrand kriegen)

Wir laufen am Lainbach entlang, so kann der Hund immer wieder ins Wasser um sich abzukühlen, in der Morgensonne ist es schon recht warm. Weil ich mich ja so gut auskenne hier, verlaufe ich mich wieder mal nach einer Stunde, wie eine Flipperkugel irre ich durchs Moos um wieder festen Boden und einen Weg unter die Füße zu bekommen. Während ich mich wieder ziemlich doof finde, glaubt mein Drahthaar an ein geplantes Abenteuer und amüsiert sich wie Bolle.

Nach gut 2 Stunden bzw. rund 10 km entlang der Loisach erreichen wir Kochel, der Bus zur Herzogsstandbahn steht bereit, wir steigen allerdings am Sattel aus und stapfen auf dem Forstweg bergauf. Als wir das Berggasthaus auf 1575 Meter Höhe erreichen, läuft mein Motor nur noch auf zwei von sechs Zylindern, ich meine auch Dampf austreten zu sehen. Der Gasthof und der sich in engen Serpentinen zum Gipfel windende Weg sind völlig überlaufen – Gott sei gepriesen, so habe ich wenigstens eine Ausrede nicht noch weiter hoch zu müssen..

Nach einer Johannisbeersaftschorle und einem Milchkaffee geht’s wieder fein und wir spazieren zur Gondelstation um zum Walchensee herunterzufahren. Wir sonnen uns noch ein wenig am Surfstrand und steigen dann in den Bus nach Bad Tölz mit Umstieg in Kochel. Uro hält sich wacker und ist wie immer der Liebling von Busfahrern, Wanderern, ausländischen Touristen und allen Kindern.

 

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