Brocken – Königshütte

Alles in allem eine unaufgeregte Etappe herunter vom Brocken durch noch unaufgeregtere Landschaft, daher gibt’s nicht gar so viele Fotos. Der Abstieg (ca 750 Meter) ist nicht so steil wie befürchtet, die Route führt meist durch den Wald, so ist auch die Wärme gut erträglich, und für den Hund gibt’s häufig kleine Bäche am Weg. So ist er zufrieden und ich bin dankbar.

Nachdem ich gestern in der 7. Etage des Hotels im Hexencafé eine Harzer Schlachteplatte und zwei Hasseröder zu Abend verspeist habe (die Bedienung bietet leidenschaftlich aber erfolglos ein ‘Raggu Feng‘ an, etwa 100 Hexenpuppen in allen Farben und Größen dekorieren das 80er Jahre Interieur des Lokals), genieße ich mit Uro den Sonnenuntergang bei unserem Gassi Gang. In der Nacht hat es kühle 7 Grad, ich kuschele mich in meine Decke, lausche dem um den Gipfel pfeifenden Wind, und schlafe glücklich und zufrieden ein.

Morgens um 5.30 Uhr weckt mich der getrrreue Drrrrahthaar, wir gehen Gassi und bewundern den Sonnenaufgang (Memo an mich selbst: genug Sonnenauf- und Untergänge für dieses Jahr) bei erneut klarer Fernsicht. Keine Selbstverständlichkeit, für gewöhnlich trübt an 300 Tagen des Jahres Nebel die Sicht vom Gipfel.

Der Weg ist zwischendurch nicht wirklich gut ausgeschildert, häufig kommen auf schnurgeraden Forstwegen ohne Abzweigemöglichkeit mehrere Hinweise nacheinander (gern mit sich widersprechenden Distanzangaben), an den Wegkreuzungen sucht man dann leider vergebens oder ich finde einen Pfeil welcher mich verhöhnend in eine unmögliche Richtung schicken möchte.

Es wird deutlich ruhiger die Menge an Wanderern betreffend, je weiter wir uns vom Brocken entfernen, bei Drei Hohe Annen ist es nochmals etwas geschäftiger wegen des Brockenbahn Bahnhofs. (Während mir neuerdings auf den Autobahnen die außergewöhnlich vielen Wohnmobile gleichermassen auffallen und auf den Sack gehen, sind in den Wäldern nun Mountain E-Bikes die neue Pest)

Bei ‘Kukki‘ (anscheinend eine regionale Berühmheit) essen der Hund und ich eine Erbsensuppe (in Sachsen auf JEDER Speisenkarte), dann spazieren wir gemütlich Richtung Königshütte und sind gegen 15 Uhr im Stall.

 

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