This is the ferry to Hel?

Samstag Abend war ich ein braver Junge, und so sitze ich am Sonntag schon um 7.30 Uhr beim Frühstück, ich habe schließlich viel vor am diesem sonnigen Tag.

Die Strassen sind noch leer als ich durch die Altstadt zum Bahnhof laufe, ich löse ein Ticket nach Gdynia, warte kurz auf dem Bahnsteig, verstehe von den Durchsagen kein Wort, steige in den – wie ich hoffe richtigen – Zug und komme tatsächlich nach ca 30 Minuten in Gdingen an. Der erste Eindruck haut mich nicht vom Hocker, naja, ist ja auch eine industrielle Hafenstadt und dann noch das Bahnhofsviertel…

Am Hafen angekommen ändert sich mein Eindruck, ein Teil des Hafens wirkt recht aufgehübscht, es liegen einige prachtvolle Schiffe am Kai und es hat einige freundliche Cafés an der Promenade.

Ich bin ja eh nur auf der Durchreise, ein Treffen mit Heide und ihrer Freundin Jadwiga auf der langgezogenen Halbinsel Hel steht auf dem Programm. Sie kommen aus Kartuzy, die Fahrerei übernimmt Jadwigas Enkel, Patrick. Damit die Drei nicht noch den Umweg über Danzig fahren müssen, habe ich mich auf eigene Faust auf den Weg gemacht. Das erste mal seit vielen Jahren befinde ich mich in einem Land, dessen Sprache ich nicht zumindest rudimentär beherrsche. Ich schlage mich mit Englisch durch, das klappt bisher ganz gut. Als ich den Mitarbeiter eines Schiffes auf Englisch frage, ob dies ‚the Ferry to Hel‘ sei, müssen wir beide laut lachen – obwohl er das bestimmt nicht zum ersten Mal so gehört hat…

Nach einer guten Stunde Überfahrt komme ich in Hel an, ich mache einige Fotos vom hauptsächlichen touristisch geprägtem Stadtkern. Heide und ihre Begleiter sind noch nicht vor Ort, ich nutze die Zeit und kontrolliere die örtlichen Biersorten und befinde sie für vorzüglich.

Wir verbringen dann gemeinsam einen entspannten Nachmittag, essen Fisch und später ein Eis, dann fahre ich bis Gdynia im Auto mit während Patrick mir etwas über Land und Leute erzählt. In Danzig steppt am Sonntag Abend der Bär, die Straßen sind voller flanierender Besucher, alle Strassencafes und Bars sind pickepacke voll.

Der kleine Gaylord allerdings bleibt im Hotel, er fällt erschöpft ins Bett und schläft ganz schnell ein…

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